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Oskar Kokoschka: Das Moderne Bildnis 1909 bis 1914

Oskar Kokoschka: Das Moderne Bildnis 1909 bis 1914

Bei Tobias G. Natter

Die Neue Galerie New York und die Hamburger Kunsthalle widmen den frühen Bildnissen von Oskar Kokoschka eine erste große Gesamtschau und konzentrieren sich damit auf das zentrale Werksegment der Jahre 1909 bis 1914, mit dem der Maler seinen Ruhm begründete und zur Leitfigur des Expressionismus wurde.
Das Katalogbuch zur Ausstellung, herausgegeben von Tobias Natter, verbindet die Wiedergabe der frühen Bildnisse mit einfühlsamen Werkinterpretationen und Hinweisen auf die porträtierten Personen, unter denen sich zum weitaus überwiegenden Teil Freunde, Förderer und Gleichgesinnte des Malers befinden. Die Essays zeichnen ein plastisches Zeitkolorit der Metropolen Wien und Berlin unter den Vorzeichen eines tiefgreifenden Umbruchs.
In Wien von dem Architekten Adolf Loos und später in Berlin von dem Herausgeber der Zeitschrift "Der Sturm", Herwald Walden, ermutigt und tatkräftig unterstützt, konnte sich Kokoschka von den malerischen Konventionen der Porträtaufträge befreien und seine eigenen expressiven Bildmittel einsetzen.
Nachdenklichkeit, eindringliche Gestik der Hände und psychische Spannungen verdrängen alle posenhafte Eleganz gesellschaftlicher Repräsentation. Rascher Farbauftrag und nervöse Ritzungen greifen den Porträtierten unter die Oberfläche ihrer Haut, um ihre Physiognomien für den Blick auf innere Vorgänge durchlässig zu machen. In Kokoschkas frühen Bildnissen spiegelt sich daher nicht nur die Seele der Personen, sie sind auch Reflexe auf die abgrundtiefe Krise dieser Zeit vor dem ersten Weltkrieg.

Hardcover
256 pages
Text in German
DuMont Verlag
ISBN 9783832171445

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